Schießsportveranstaltungen in der Region

Der LEADER-Sportarms-Cup

Diese Veranstaltung wird von den Firmen LEADER Trading GmbH (Ratingen) und   Sportarms (Waldbronn) unterstützt.
Bei dem Wettbewerb orientieren sich die vier ausrichtenden Vereine (Angelbachtal, Bretten, Löchgau und Stebbach) im Grunde an der Sportordnung für Ordonnanz-Langwaffen des Deutschen Schützenbundes (DSB), jedoch dürfen aus Sicherheitsgründen die Waffen zum Beispiel nur als sogenannte Einzellader gehandhabt werden.

Zugelassen sind alle Militärgewehre (Repetierer und Selbstlader) bis Baujahr 1963 in technischem Originalzustand in der Kalibergruppe von sechseinhalb bis acht Millimeter. Besondere Sportabzüge oder Abzüge mit sogenannten Stechern sind ebenso untersagt wie die Verwendung von Dioptern (dies gilt auch für das beim DSB zugelassene Pramm-Diopter für die Schweden-Mauser) oder anderer optischer Hilfsmittel. An persönlicher Ausrüstung gestatten die Veranstalter die Benutzung von Schießjacken, -mützen und -brillen, die Verwendung von Schießhandschuhen ist jedoch nicht erlaubt.
Was die Munition betrifft, so dürfen handelsübliche oder selbstgeladene Patronen verwendet werden, die
vom Schützen selbst gestellt wird. Reduzierhülsen, die ein kleineres Innenvolumen besitzen und sogenannte "abgebrochene Ladungen" dürfen nicht verwendet werden. Unter einer abgebrochenen Ladung versteht man im Allgemeinen eine starke Reduzierung der Pulvermenge, die wiederum die eigentlich kalibertypischen Eigenschaften wie Rückstoß, Schußknall, Lauferwärmung, usw. drastisch senkt. Was nun jedoch noch geradeso eine optimierte Ladung oder eben doch schon eine abgebrochene Ladung ist, entscheidet im Fall der Fälle schlussendlich der jeweilige Veranstalter vor Ort.
Der Wettkampfablauf gestaltet sich wie folgt: Eine Serie besteht aus zehn Wertungsschüssen. Es findet die "Mouchenwertung" Anwendung, was bedeutet, dass bei zwei ringgleichen Serien
dann die Anzahl der Innenzehner  ausschlaggebend ist. Bei der ersten Serie dürfen zwei Probeschüsse abgegeben werden, die eingesehen werden dürfen. Im Anschluss darf dann auch nochmal der erste Wertungsschuss in Augenschein genommen werden. Danach folgen neun weitere Wertungsschüsse ohne Scheibeneinzug. Die Distanz zum Ziel beträgt normalerweise fünfzig Meter, mit Ausnahme der Veranstaltung in Löchgau, wo man auf die doppelte Entfernung schießt.

Weitere Informationen sind auch auf den Homepages der beteiligten Vereine zu finden (siehe auch unter "Links").


Zielfernrohr-, Diopter- und SL-Gewehr-Turnier des KKS Hockenheim 1923 e.V.

Der Kleinkaliberschützenverein Hockenheim ist Ausrichter dieses jährlich stattfindenden Turniers für Repetier- und Selbstladegewehre.
Zugelassen bei den drei Einzelwettbewerben sind jeweils Gewehre ab dem Kaliber 5,6 mm (.223) Zentralfeuer. Das Turnier gliedert sich in folgende Wettbewerbe:

Zielfernrohrgewehr
Alle Repetiergewehre ab der o.g. Kalibergruppe sind startberechtigt. Die Gewehre müssen als Visiereinrichtung ein Zielfernrohr aufweisen; Laser- oder Leuchtpunktvisierungen sind nicht gesattet. Ebenso ist die Verwendung von Schießriemen untersagt.
Das Verwenden von sogenannten Flimmerbändern (gegen Hitzeflimmern über dem Lauf und vor der Optik) ist hingegen erlaubt. Des Weiteren gestattet der Veranstalter bei diesem Wettbewerb - ebenso wie bei den beiden anderen - die Verwendung von Schießjacken und-brillen, ansonsten gibt es keine Einschränkungen bezüglich der Kleidung. Mehr- und Selbstladegewehre müssen als Einzellader eingesetzt werden.  Die Munition für den Wettbewerb ist vom Schützen selbst zu stellen. Es wird liegend oder sitzend (vorne) aufgelegt geschossen, die Auflagen werden vom Veranstalter gestellt. Eigene Auflagen dürfen nicht benutzt werden. Die Distanz zum Ziel beträgt einhundert Meter, wobei es sich hier um eine Trägerscheibe mit fünf aufgedruckten Luftpistolenscheiben (DSB) handelt. Pro LP-Scheibe dürfen zwei Schüsse abgegeben werden, was dann insgesamt zehn Schüsse pro Serie ergibt. Befinden sich mehr als zwei Schüsse auf der LP-Scheibe, so ist die komplette Serie ungültig, auch wenn sich insgesamt nicht mehr als zehn Schüsse auf der Trägerscheibe befinden. Die ersten beiden Schüsse können durch Scheibeneinzug eingesehen werden, bei den restlichen acht Schüssen ist dies nicht mehr gestattet. Auch eine Scheibenbeobachtung mit Hilfe von Ferngläsern oder Teleskopen u. ä. ist untersagt. Als Zeitlimit wird ein Maximum von fünfzehn Minuten angegeben.

Dioptergewehr
Auch hier müssen Mehr- und Selbstladegewehre als Einzellader verwendet werden. Die Waffen müssen eine Diopter- oder Lochkimme als Visiereinrichtung aufweisen, wobei die Kornform beliebig ist.  Flimmerbänder sind erlaubt. Die Munition muss der Schütze auch bei diesem Wettbewerb selbst stellen. Geschossen wird wiederum - unter Verwendung der vom Veranstalter gestellten Auflagen - auf eine Distanz von einhundert Metern, sitzend oder liegend (vorne) aufgelegt; geschossen wird auf die 100m-Gewehrscheibe des DSB. eine Wertungsserie besteht aus zehn Wertungsschüssen, von denen die ersten beiden per Scheibeneinzug eingesehen werden dürfen. Die restlichen acht Schüsse erfolgen ohne Einzug. Eine Beobachtung der Scheiben mit Ferngläsern, Spektiven u.ä. ist nicht gestattet.
Alle zehn Schüsse pro Serie fließen mit in die Wertung ein, d.h., daß es auch bei diesem Wettbewerb keine Probeschüsse im eigentlichen Sinn gibt. Das Zeitlimit beträgt fünfzehn Minuten.

Selbstladegewehr
Zugelassen sind alle halbautomatischen Selbstladegewehre ab der genannten Kalibergruppe. Die Gewehre müssen als Visiereinrichtung über Kimme/Korn, bzw. Lochkimme/Korn verfügen, wobei die Kornform beliebig ist. Andere Visiereinrichtungen sind nicht zulässig. Wie bei den vorgennanten Wettbewerben stellt jeder Schütze seine Munition selbst. Die Anschlagsart ist ebenfalls beliebig zwischen liegend oder sitzend (vorne) aufgelegt zu wählen; hierbei dürfen ebenfalls nur die vom Veranstalter gestellten Auflagen verwendet werden. Gewehrriemen dürfen nicht eingesetzt werden. Geschossen wird auf eine Entfernung von fünfzig Metern, das Ziel besteht aus der 50m-KK-Scheibe des DSB. Eine Wertungsserie besteht aus zwei Scheiben, die mit jeweils fünf Schüssen zu beschießen sind. Alle zehn Schüsse kommen in die Wertung. Eine Scheibenbeobachtung mit Ferngläsern, Spektiven, usw. ist nicht erlaubt. Der Ablauf gestaltet sich wie folgt:
Nach dem Kommando "Laden!" ist die Waffe innerhalb einer (1) Minute mit der vorgeschriebenen Anzahl von fünf Patronen zu laden und in Anschlag zu gehen. Mit einem entsprechenden Kommando, bzw. Signal wird dann die Serie gestartet. Die maximale Schießzeit pro Einzelserie (fünf Schuss) beträgt zehn Sekunden. Danach erfolgt wiederum ein Kommando/Signal, auf das das Schießen sofort zu beenden ist. Nachträglich abgegebene Schüsse werden nicht mehr gewertet. Das Magazin ist aus der Waffe zu entfernen und der Verschluss muss geöffnet, bzw. muss kontrolliert werden, dass das Patronenlager leer ist. Pro Waffe ist nur die Verwendung eines (1) Magazins auf dem Schießstand erlaubt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Veranstalters (siehe auch unter "Links").


Ordonnanzgewehr- und 98k-Turnier des KKS Hockenheim 1923 e.V.

Auch bei diesem traditionellen Militärgewehrschießen betätigen sich die Hockenheimer Schützen als Veranstalter. Zugelassen sind Ordonnanzgewehre bis zum Modelljahr 1945 im Originalzustand und -schäftung mit offener Visierung, wobei originale Lochkimmen ebenfalls zugelassen sind.




Ordonnanz- und Dienstpistolenschießen der SG Schwetzingen 1862 e.V.

Die Schützengesellschaft Schwetzingen veranstaltet jährlich einen weithin bekannten Wettbewerb für historische und moderne Militär- und Dienstpistolen.

  • Zugelassen sind Ordonnanz- und Dienstpistolen im Originalzustand, die in einer regulären Armee oder bei einer staatlichen Dienststelle über das Versuchsstadium hinaus geführt wurden, bzw. werden. Waffen mit Mikrometer- oder sonstige verstellbare Visierung, die nicht dem Original entspricht, sind nicht zulässig. Ebenso ausgeschlossen sind Waffen mit Handballen- und/oder Daumenauflage, sowie Waffen mit sogenannten Sportgriffstücken und/oder Sportabzug.
  • Es wird stehend freihändig geschossen, wobei die Waffe mit einer oder beiden Händen gehalten werden darf. Die Entfernung beträgt 25 Meter; beschossen wird die DSB-Pistolenscheibe. Pro Serie werden insgesamt fünfzehn Schuss innerhalb von zehn Minuten abgegeben. Die Beobachtung der Scheibe während des Schießens mit Glas/Spektiv ist gestattet.
  • Die Munition stellt jeder Schütze selbst. Wiedergeladene Munition ist erlaubt, jedoch muss dabei die Selbstladefunktion der Waffe gewährleistet bleiben. Bei einer Waffenstörung wird nach den Regeln der DSB-Sportordnung verfahren.
  • Es gibt keine unterschiedlichen Wertungsklassen. Die höchste geschossene Ringzahl wird gewertet. Bei Ringgleichheit wird in Anlehnung an die DSB-Sportordnung entschieden. Die Entscheidung trifft der Veranstalter. Etwaige Proteste werden bis 30 Minuten nach Bekanntgabe des Ergebnisses gegen eine Gebühr von zehn Euro entgegengenommen. Wird dem Protest stattgegeben, wird die Gebühr zurückerstattet.
  • Unter den ersten zehn Plätzen in der Ergebnisliste werden Sachpreise und Warengutscheine verteilt. Außerdem erhält der beste "08"-Schütze (Pistole 08 in Normalausführung mit 100mm-Lauf) einen Pokal.